Engel
Viele Menschen machen heutzutage wieder zahlreiche Erfahrungen mit Engelkontakten. Aber was genau sind Engel? Engel gelten als Boten Gottes, die hier bei uns und mit uns bestimmte Aufgaben erfüllen. Engel begleiten die Menschheit seit Anbeginn und Ihre Gegenwart in diesem Leben ist sehr oft deutlich zu spüren. Aus antiken Quellen wissen wir, dass bereits die Sumerer und die Assyrer an geflügelte übernatürliche Wesen glaubten und sie achteten. Sie nannten diese Wesen Kabiru, von dem das Wort Cherubim abgeleitet worden ist. Kabiru waren die Beschützer der Menschen und der Städte. Die Griechen und Römer nannten ihre guten Geistwesen Daimones. Welche nach der Machtübernahme der katholischen Kirche in die Unterwelt verbannt wurden und dort als Dämonen Schrecken verbreiten.
Aber auch in den asiatischen Ländern, fernab von unserem Christentum, vor allem in Indien nennen die Menschen diese geistigen Wesen Devas (die Leuchtenden). Die leuchtenden Gottesboten kennt mach auch im Judentum, Christentum und dem Islam. Hier heißen sie Malaika und sind machtvolle Lichtwesen.
Demnach sind weltweit Engel verbreitet, ganz gleich wie sie genannt werden, ganz gleich in welcher Religon und Kultur.
Neben vielen Medien, die sehr enge Engelkontakte haben und sich sehr intensiv mit Ihnen unterhalten (man nennt das channeln), kann aber auch jeder seine Engel mit ein wenig Aufmerksamkeit entdecken. Viele von uns haben bereits Engelkontakte gehabt, aber meistens diese nicht wahrgenommen. Unser klassische Vorstellung von den niedlichen geflügelten kleinen Putten stimmen nicht. Und doch helfen diese Putten uns manchmal sich an unsere Engel zu erinnern.
Selten zeigen sich die Engel als geflügelte Wesen. Kleine leuchtende Kugeln, die im Raum herum schweben, sind Eure Engel. Begrüsst sie einfach und versucht in einer Meditation Kontakt zu Ihnen aufzunehmen. Sie werden sich dann, bei ein bisschen Übung, als Lichtgestalten zeigen.
Ich nehme sie am besten wahr, wenn ich keinerlei elektrische Quellen in Betrieb habe. Engel sind immer um uns herum und sie freuen sich, wenn man sich Ihnen gegenüber öffnet.
Wie bereits nicht nur in der Bibel geschrieben, erscheinen uns
manchmal auch Engel, die wir nicht sofort als solche erkennen.
Plötzlich und unerwartet steht ein Engel mit einer Botschaft neben
einem. Eine Aussage, eine Botschaft, eine Hilfestellung von einem
völlig Unbekannten und doch irgendwie vertrauten Menschen, der plötzlich
aus dem Nichts auftaucht und den man nie wieder vergißt. In der
Literatur werden übereinstimmend von allen der Ausdruck der Augen
beschrieben. Oftmals stellt sich erst Jahre später heraus, dass dieses
ein Engelkontakt war.
Auch ich hatte vor vielen Jahren einen solchen Kontakt. Von dem ich heute gern erzähle.
Ich war seinerzeit in einem Internat eines evangelischen Klosters,
genannt Diakonissenanstalt. Aufgrund meiner frühen persönlichen Prägung
und meines Alters, ich wurde 16, rebellierte ich gegen alles was mit
Kirche, Glauben und meinem Vater zu tun hatte. Ich lehnte das
Christentum vollständig ab. Trotzdem musste ich mit
zu den Kirchlichen Jugendtagen. So auch an einem Wochenende in Bünde
1970. Gelangweilt und trotzig nahm ich zwangsweise am Gottesdienst
teil. Zum Schluss das Abendmahl. Alle meine Klassenkameraden gingen
brav nach vorn zum Altar. Nur ich nicht, was auch die bösen Blicke
meiner Oberschwester nicht ändern konnten. Da sprach mich ein mir
nebenstehender Mann an. „Jesus braucht auch Dich“ waren seine
einzigen Worte. ich war fasziniert von diesem Typen, unheimlich
fasziniert. Ein Mann in einem strahlend weißen Anzug. Wobei zu dieser
Zeit noch keiner solche Anzüge trug und schon gar nicht zu einem
Gottesdienst. Diese Augen, strahlend hell blau, unheimlich verstehend
und liebevoll, aber auch sehr durchdringend. Die Art wie er sprach, ich
konnte nichts antworten. Wieso war mir dieser tolle Typ nicht vorher
aufgefallen, er stand doch direkt neben mir.
"Jesus braucht Dich", sprach er wieder. Nicht weiter. Gar nichts. Nur diese Worte.
Abrupt und voller Trotz drehte ich mich weg. Als ich mich wenige Sekunden wieder umdrehte, war er weg. Ich konnte ihn auch, trotz der auffallenden Kleidung nirgends mehr entdecken.
Heute nach fast 36 Jahren, sehe ich diesen Mann immer noch vor mir und höre den Klang seiner Stimme, Jesus braucht auch Dich.
Ein klassischer Engelkontakt, ohne dass ich es sofort merkte. Ich brauchte noch viele Jahre um es zu verstehen.
Jesus braucht auch Dich, ist geblieben. Heute sehe ich Jesus mit anderen Augen. Ich sehe ihn als Reikimeisterin und ich habe viele Erleuchtungen erfahren dürfen um die biblischen Geschichten zu verstehen. Ich sehe ihn als meinen Lehrer an, nicht als den wundersamen Christus. Jesus braucht mich, nicht der wundersame Christus. Und ich wünsche mir, Ihm folgen zu dürfen. Deshalb hier mein Gebet an Jesus.
Oh,mein Jesu, der Du bist mein Lehrer. Ich möchte sein wie Du,
ich möchte die Menschen lieben wie Du, ich möchte zeigen, dass Gott nur
die Liebe ist, Du sprachst, folge mir nach, ich rebelliere wie Du, ich
lehre wie Du, ich heile wie Du, ich frage Dich, ist das der Weg?Ich
trauere um Deine Wunden,ich trauere um die Gewalt an Dir, ich danke Dir
für den Weg der Liebe, ich danke Dir, dass ich das lernen darf. Du
zeigtest einst den Weg der Güte und ich, ich möchte diesen gehen.