Was sind eigentlich Rituale

Nichts weiter als eine gleichbleibende Handlung um einen bestimmten Zweck zu erfüllen.
Jeder kennt die kirchlichen Rituale, auch Liturgie genannt. Oder anders gesagt, auch hier wird ein magische Ritual ausgeübt, um den Gläubigen in die nötige Aufmerksamkeit und Achtung zu versetzen. Jede Religion, jeder Glaube hat seine Rituale, die die Menschen binden. Die den einzelnen Gläubigen als dazugehörig kennzeichnen. Rituale sollen Aufmerksamkeit und Konzentration hervorbringen. Ganz gleich ob es sich dabei um ein Hexenritual oder ein kirchliches Ritual handelt. Es dient immer dem Zweck der Konzentration auf eine Sache.
Dazu wird bei dieser Art der Riten eine Ehrung der angerufenen Götter, Geister, Engel oder der Hilfskräfte bezweckt.
Achtung und Ehrung, Danken und Bitten sind die Grundlage aller Glaubensrituale.
Dann hat jeder Mensch noch seine alltäglichen kleinen eigenen Riten. Und sei es nur, wenn er sich morgen die Zunge selbst heraus steckt um seinen Frust abzubauen. Rituale gehören zum Menschen. Sie geben Sicherheit, Geborgenheit, Zusammengehörigkeit. Sie schenken Vertrauen. Sie stellen etwas Gewohntes dar. Denken sie nur an eine Begrüßungszeremonie. Gleich bleibende Handlung, und doch erkennt ein Fremder, wer wen da begrüßt. Ebenso wie die Rangordnung erkennbar ist.
Ein Beispiel ist ein Empfang. Besonders bei Staatsgästen wird das Protokoll (Ritual der Begrüßung) peinlich genau eingehalten. Also Achtung und Ehrung, hier dem Gast.
Nicht viel anders sind die religiösen Rituale, wie alle kirchlichen und Glaubensrituale. Jeder Gottesdienst, gleich welcher Religion, enthält Achtung und Ehrung, Danken und Bitten. Aber auch Manipulation und Suggestion. So dass auch hier von magischen Ritualen gesprochen werden kann. Bestes Beispiel ist immer noch die katholische Kirche, die auch heute noch mit Hölle und Teufel droht. Um Ihre Anhänger sicher bei der Stange zu halten.
Aufmerksamkeit und Konzentration wird in eine bestimmte Richtung gelenkt. Raum, Kleidung Handlungsablauf sind diesem einen Ziel bestimmt. Auf einen Zweck ausgerichtet, und das ist weltweit bei jedem Glauben gleich.. Weihrauch, Kerzen, Gewänder und ein bestimmter Lehrer ( Pfarrer, Rabbi, usw.) gehören immer dazu.
Die Kirche, Synagoge, Moschee sind im Prinzip nichts anderes als ein magischer Kreis aus Stein. Die Naturreligionen haben ihre heiligen Plätze, Bäume und ähnliches, eben ohne Haus.
Das Gleiche findet sich auch im Hexenritual. Der heilige, magische Kreis, Kerzen und Duftöle oder Räucherware. Der große Unterschied besteht darin, dass eine Hexe weiß was sie tut. Dass sie weiß, was sie will. Dass sie weiß, was sie erbittet und was sie erreichen möchte. Sie kennt die Macht der Rituale. Sie kennt die Energie, die sie ruft. Sie bündelt ihre Energie und Konzentration im Ritual und bittet die Wesen der Anderswelt zu Hilfe.
Ehrung und Achtung, Bitten und Danken, sind auch hier die Hauptbestandteile des Rituals. Ein Ritual allein bewirkt nichts. Es ist nur dazu da, die Hilfskräfte zu ehren und seine eigenen Energien zu bündeln. Und deshalb waren Rituale auch immer dem Zeitgeist unterworfen. Es ist das Hilfsmittel, welches die punktgenaue Konzentration hervorruft, die die Energiearbeit möglich macht.
Aber da liegt auch die Gefahr. Rituale sollten nur von erfahrenen, wissenden Hexen geleitet werden. Unachtsamkeit, Unerfahrenheit und "Nicht Wissen" hat schon viel Schaden und Leid gebracht. Wie einige meiner Kunden persönlich berichten können.
Magie ist kein Schalter, den man an oder aus stellen kann. Unwissenheit und Leichtsinn ist sehr gefährlich. Und oft vergehen Jahre ehe der Schaden sichtbar wird. Ein Schaden, nicht nur psychischer Natur, der sehr schwierig wieder zu beheben ist.
Finger weg von der Kaffeekränzchenmagie, wie ich das bezeichne, wenn junge Frauen und Mädchen sich mit anscheinender harmloser Magie beschäftigen. Es gilt hier immer noch der Zauberlehrling:

Wehe, wehe nun werde ich die Geister nimmer los.